Ostseefahrt 2021

Am Ende des Textes sind die Reisebilder
und die Anschriften der Campingplätze

Nach einer Woche bei den Enkeln in Potsdam sind wir am nordöstlichsten Zipfel Deutschlands – unweit der Grenze zu Polen – am Stettiner Haff gelandet.
Der preiswerte Stellplatz (15 €) am Hafen von Altwarp bot einen interessanten Ausblick auf Fischerei und dem Naturschutzgebiet.


Der Rother Wanderführer versprach eine abwechslungsreiche Wanderung im Naturschutzgebiet, die wir allerdings wegen schlechter Markierungen und teilweisem Regen nicht gleich fanden.
Dafür entschädigte uns am nächsten Tag ein herrlicher Badetag am Haff bei 22 Grad Wassertemperatur und purer Sonne in Ueckermünde (Radweg einfach 17 km).

Die Fischlokale im Ort Altwarp bringen die Fische fangfrisch auf den Tisch. Am Frühstückstisch schauen wir den Fischern bei Ausladen zu.

Nach drei Tagen ging es weiter über Uekermünde und Anklam auf die Insel Usedom, der B110 entlang. In Kamminke – wieder an der polnischen Grenze, genau gegenüber Altwarp am Stettiner Haff – wollten wir bleiben. Doch dort war nur Platz für eine Nacht, und der Hafen war uns als Stellplatz Alternative nicht ganz geheuer.


Schnell war der Entschluss gefasst es in den Kaiserbädern zu probieren, die keine 20 km entfernt waren.


Und wir hatten Glück, im Heringsdorfer Mobilcamp war für drei Tage noch ein Platz frei, für stolze 35 € die Nacht.
So stürzten wir uns in die Hochburgen von Usedom und da war gewaltig was los.


Am nächsten Tag liefen wir den Strand entlang bis nach Bansin an die Steilküste, wo ein schöner FKK-Platz war. Bei 20 Grad Wassertemperatur war es eine herrliches Badevergnügen.
Am dritten Tag (Sonntag 15.8.) radelten wir die Strandpromenade nach Ahlbeck und aßen mittags lecker Fisch.
Und zum Abschluss des Sonntags haben wir noch einen schönen Gottesdienst in Bansin unter freiem Himmel erlebt.

Da die anderen Campingplätze an der Küste bestimmt alle vollbesetzt waren und wir genug vom Badetroubel hatten, steuerten wir wieder nach drei Tagen den Naturcamping in Lütow an, zwischen Achterwasser und Peenestrom.
Dort konnten wir unter zehn Plätzen einen schönen unter Bäumen am Wasser aussuchen. Die große Anlage selber ist eher rustikal und fällt zum Wasser stark ab.
Leider gab es immer wieder mal kurz Schauer, starken Wind und dafür auch und einen schönen Sonnenuntergang.
Gerlinde nutzte die Gelegenheit, reife Brombeeren zu sammeln und sie gleich – wie vor Jahren in Skandinavien – einzukochen. Äußerst leckere Marmelade sage ich euch!

Diesmal nach zwei Tagen verließen wir Usedom, um auf bekannten Straßen über Greifswald, Stralsund zum Ziel unserer diesjährigen Sommerreise zu fahren: die Halbinsel Zingst mit ihrem Ostseeheilbad. Auf dem schönen großen Campingplatz „Am Freesenbruch“ am Ortseingang, der randlos voll war, fanden wir auf einem nicht ausgewiesenen Platz unsere Stellmöglichkeit.
Nun lockten Ostsee-Wasser und der lange weiße Sandstrand zum Baden ein. Und das Wetter machte auch mit. Die insgesamt fünf Tage verbrachten wir mit Radeln im Nationalpark zum Darßer Leuchtturm und zum Vogel-Schutzgebiet Pramort. Eine weitere Tour ging nach Barth, wo wir dann mit dem Schiff über den Botten nach Zingst zurück fuhren.

An den langen FKK-Badestränden bei Zingst war viel Badebetrieb los. Schon zu DDR-Zeiten tummelte man sich dort. Die Wellen der Ostsee wurde von Tag zu Tag rauher vom Wind, und auch die Wassertemparatur war nicht über 18 Grad.

Nun war die Rückreise angesagt. Da wir auf unserem Weg nach Potsdam bisher immer auf der Autobahn A9 an Dessau vorbeifuhren, wollten wir diesmal der BAUHAUS Stadt einen Besuch abstatten. Wir fanden im Netz den Campingplatz Adria, der uns aufnahm. Über die Beschaffenheit dieses „Schrebergarten Camping“ will ich mich nicht auslassen.

Mit dem Radl (Gerlindes eBike streikte plötzlich) ging es die 6 km nach Dessau-Roßlau zunächst ins BAUHAUS-MUSEUM. Von der Neugestaltung des Museums waren wir sehr beeindruckt. Es anzusehen lohnt sich. Die anderen Bauwerke von Walter Gropius sind fußläufig alle gut zu erreichen.

Am übernächsten Tag setzten wir unsere Reise südwärts über Thurnau fort, wo wir einen lieben Studienfreund besuchten.
Und dann ging es im Regen ab München wieder nach Hause.

Es war diesmal eine wunderschöne vierwöchige Deutschland Kulturfahrt an die Ostsee. Auch wenn die Campingplätze teilweise übervoll waren, mit unserem kleinen FEDOR fanden wir immer wieder Platz. Er hat uns überall bestens hingebracht. Wir danken im für elfjährige Freundschaft.

Reisebilder

Stellplatz/Camping – Anschrift – TelefonPreisKoordinaten
Campingverein Barlebener See, Wiedersdorfer Str. 30, 39126 Magdeburg, 0391-50324423 €52.21648, 11.65923
Hafen Altwarp, Stettiner Str. 1, 17367 Eggesin, 01511933833915 €53.73919, 14.27067
Mobilcamp Heringsdorf, Triftstr. 10A, 17424 Heringsdorf, 038378-49807335 €53.96188, 14.15388
Natur Camping Usedom, Zeltplatzstr. 20, 17440 Lütow,038377-4058125 €54.01101, 13.85781
Campingplatz Am Freesenbruch, Am Bahndamm 1, 18374 Zingst, 038232-1578640 €54.44065, 12.66045
Camping Adria Dessau Mildensee, An der Adria 3, 06842 Dessau-Mildensee, 01573657049522 €51.81069, 12.30813
Verzeichnis der besuchten Camping/Stellplätze

Comments

  1. Fedor says:

    Jetzt klappt der Kommentar wieder

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