Nordlandfahrt 2019

Zum ersten Teil unserer Nordlandfahrt in diesem Jahr geht es hier.
Und hier könnt ihr die dazugehörigen Bilder sehen.

Hier folgt der zweite Teil durch Finnland und später durchs Baltikum.
Wir freuen uns, wenn uns unsere Fedor-Freundinnen und Freunde weiterhin folgen.

Der 45. Tag unserer Nordlandfahrt ist zugleich der 1. Tag in Finnland.

Als erstes mußten wir nach dem Passieren der finnischen Grenze unsere Uhren eine Stunde vorstellen.
Wir beginnen ihn mit einem Ruhetag am Peuralammen Camp in Saariselka, der eigentlich ein Waschtag werden sollte. Doch ein leichtes Regenwetter verhinderte dies. Zum Glück ist die finnische Sauna schon geheizt. Hier können wir dem kalten Wetter trotzen. Es ist eben hier kein Küsten Wetter mehr, wo der Wind geht und Wolken vertreiben kann.

Neben dem idyllisch gelegenen Camp ist ein großer orthodoxe Friedhof der Karelier mit einer wunderschönen kleinen Kirche. Dort haben wir am Samstagabend eine orthodoxe Virgil-Feier miterleben können. Leider haben wir so gut wie kein Wort aus dem Kirchenfinnisch verstanden, dafür sind wir mehrmals mit Weihrauch bedacht und am Ende gesegnet worden. Die liturgischen Gesänge waren – wie immer bei den Orthodoxen – schön anzuhören.

2. Tag: Entlang der Inari-Seenplatte (130 km)

Bei Nieselregen und einigen Aufhellung ging es auf einer gut ausgebauten Straße weiter bis wir bei Kaamanen auf die E75 stießen, die vom Nordkap über Karasjok kommt und uns auch die nächsten Tage begleiten wird.
In vergangenen Jahrzehnten habe ich immer wieder von Freunden von Inari gehört und waren dann doch etwas enttäuscht über die kleine Ansiedlung an der Straße.

Ein nach deutschen Kriterien geführter Campingplatz (viele Verbotsschilder!) lag wunderschön am See. Ein Badewunsch ging leider nicht in Erfüllung; es war einfach zu kalt!

Die geplante Besteigung des Otsamo bei Sonnenschein am Nachmittag kam nicht zustande, weil wir uns leider verfahren haben und den Abfluß des Inari-Sees nicht überwinden konnten.

3. Tag: Endlich Waschtag in Inari – Besuch des Samen-Museums

Während der Waschtag endlich stattfand haben wir das wunderschöne Samen-Museum in Inari besucht. Es wurde wohl in den letzten Jahren neu erstellt und ist sehr lohnenswert.
Großartige Wolkenstimmungen über dem See wurden mehrmals fotografiert..

4. Tag: Weiterfahrt über Ivalo nach Sodankylä (202 km)

In Ivalo haben wir erstmal unsere Vorräte wieder aufgefüllt. Die Umstellung auf Euro-Preise fiel uns nicht schwer. Doch wir mußten feststellen, dass alles doch um einiges teurer ist als bei uns.
Da es dann wieder regnete und die Stadt keine weiteren Besonderheiten bietet, sind wir auf der E75 weiter gefahren und waren doch über etwas mehr Verkehr als auf norwegischen Straßen überrascht.
Mittags waren wir dann auf dem leeren 4-Sterne-Platz in Sodankylä und wollten am Nachmittag die älteste Holzkirche Lappland besichtigen, die aber leider seit 4. August „Saison-Ende“ hatte und nicht mehr geöffnet hatte. Schade!

Als nächstes Ziel ist Rovaniemi am Polarkreis angepeilt.

Noch etwas: Durch die regnerischen Tage wurden fast keine Bilder gemacht. Wenn wir dann wieder zuhause sind, gibt es natürlich eine große Dia-Schau hier im Fedor-Blog. Daher bitte ich um Geduld und freue mich auf Kommentare zum bisherigen Verlauf.

Am Polarkreis in Rovaniemi

5. Tag: nach Lapplands Hauptstadt: Rovaniemi (135 km)

Wir nähern uns auf der E75 dem Polarkreis bei bedecktem Himmel, um ihn dann kurz vor unserem Ziel auf einem großen Rummelmarkt, dem „Weihnachtsmann-Dorf“ wieder südwärts zu überschreiten. Hier halten natürlich alle Busse, die das Nordkap als Ziel haben und entsprechend geschäftig ging es in den Läden zu.

Seit Tromsö waren wir in keiner größeren Stadt mehr. So mußten wir uns erst wieder an den Stadtverkehr in Rovaniemi gewöhnen.
Der Campingplatz liegt der Stadt gegenüber am Kemijoki, dem längsten Fluß Finnlands. Nachmittags dann ein Besuch der großen Stadtkirche; zur Gemeinde gehören 50.000 Seelen – das sind gewaltige Zahlen.

6. Tag: Richtung russischer Grenze auf der 81 bei Regen (145 km)

Auf guten Straßen geht es durch die endlos wirkenden Waldgebiete östlich, wo wir bei Posio einen Waldcamping als fast einzige Camper hatten.
Trotz Regen hat sich Gerlinde aufgemacht, Blaubeeren zu sammeln und dann am Abend gleich einzukochen. Eine gute und schmackhafte Idee.

7. Tag: Entlang der Grenze südwärts (310 km)

Das trübe Regenwetter treibt uns nun an, schneller südwärts zu kommen. Wir hätten sonst Erinnerungsstätten an der Karelischen Grenze gern besucht.
Leider sind alle Hinweise auf Kulturstätten nur in Finnisch und in Saamisch angegeben, so dass wir nie wissen, wo noch ein besuchenswerter Ort wäre. Das ist nicht sehr Tourismus-freundlich!
Bei leichtem Sonnenschein erreichen wir in Sotkamo einen Camp, der uns wegen eines „VW-Oldtimer-Treffens“ zunächst nicht nehmen wollte. Doch unser permanentes „We need no electricity“ hat die Betreiberin umgestimmt. Dafür sahen wir am Abend jede Menge herrlich aufpoliert alter Käfer-VWs und Bullys und entsprechend laut war dann auch die Nacht.

8. Tag: Wir verlassen Nordfinnland/Lappland und kommen nach Nordkarelien (164 km)

Die Regentage der letzten Tage sind vorbei, wolkenloser Himmel ist über uns. Auf der 76 geht es zunächst nach Kuhmo, wo an den Pajakkajoki-Stromschnellen eine moderne Bücherei steht.
Weiter geht es die 75 durch ein Waldgebiet, das mit den kargen Wäldern Lapplands nicht mehr zu vergleichen ist.
In Nurmes, der Stadt der Birken, begrüßen uns alte Holzhäuser und in der Nähe des Campingplatzes das Karelischen Dorf mit dem Bomba-Haus. Dort wurde alles für ein Rock-Konzert am Abend vorbereitet.
Wir haben uns eigentlich die finnische Kulturszene so nicht vorgestellt!

Nun soll es morgen in vertrautere Gefilden gehen: Richtung Joensuu – mehr davon berichte ich noch.

9. Tag – Sonntag: Koli-Berge (133 km)

Nun möchte ich erklären, warum mir die kommenden Tage so wichtig werden:
Vor genau 50 Jahren bin ich mit Jugendfreunden auf eine Sommer-Freizeit nach Finnland gefahren. In der Nähe von Joensuu hatten wir im Wald Ferien-Hütten und machten auch eine Zwei-Tages-Wanderung (heute heißt das „hiking“) auf die Koli-Berge. Nun, nach so langer Zeit die damaligen Orte wieder aufzusuchen, bereitet mir große Freude, auch wenn sich alles verändert hat. Doch dazu später mehr.

Heute befindet sich ein Nationalpark an den höchsten Erhebungen der Koli-Berge mit Hotel und Spa. Da wir ja sonntags unterwegs waren, haben wir viele Finnen auf den Wanderwegen getroffen, die mit uns die Naturschönheiten und den weiten Blick über die Seenlandschaft genossen.

Der Koli-Camping Freetime hat uns aufgenommen. Ein erstes Bad (Wassertemperatur 17 Grad gemessen) habe ich am Nachmittag bei warmen Sonnenschein genommen und dann abends noch zweimal während einer heißen Sauna.

10. Tag: Weiter nach Joensuu (57 km)

Nur eine dreiviertel Stunde war diesmal die Fahrt auf der 6 in die Nord-Karelische Stadt Joensuu, wo sich am Fluß Pielisjoki ein großer Campingplatz befindet.
Mit den Rädern war es nur ein guter Kilometer zum Zentrum. Der monumentale Bau des Rathauses steht noch wie vor 50 Jahren. Doch von den damaligen Holzhäusern ist am Marktplatz und überhaupt in der Stadt nichts mehr zu sehen.

Schwarze Johannisbeeren haben es Gerlinde angetan, die dann gleich noch am Nachmittag zu Marmelade verarbeitet wurden. Fedor roch herrlich nach diesen Früchten. – Leider wurde es dann auch etwas regnerisch, was uns nach den sonnigen letzten Tagen aber nicht weiter störte.

Fedor vor dem Rathaus Joensuu – dort wurden wir vor 50 Jahren vom Bürgermeister empfangen

11. Tag: Ruhetag in Joensuu

Der Holiday-Campingplatz bot diesmal eine kostenlose Morgensauna – wieder etwas Neues. Die Finnen lieben es ja, ununterbrochen Wasser auf die heißen Steine des Sauna-Ofens zu schütten. Damit wird es schnell „dampfig“ und so gehen die meisten nach nur einem Gang schon wieder weg. Unsere ‚deutsche Sauna-Kultur‘ ist da ja anders. Doch was soll’s. So oder so tut es gut!

Der Besuch des Botanischen Gartens stand auf dem Programm. Doch der Eintrittspreis von 25 € pro Person hat uns zurück gehalten – in Tromsö war alles frei. So sind wir weiter durch die Stadt geradelt, haben die Kirchen besucht und am Nachmittag die Sonne genossen. So blieb auch Zeit, mal wieder gründlich Fedor Fahrerkabine zu putzen und eine gemütliche Pfeife zu rauchen

12.Tag: Auf Nebenwegen nach Savonlinna (157 km)

Manchmal ist es gut, die altbewährte Freytag-Autokarte zu Rate zu ziehen. Dann wird uns eine „grüne“ Straße angezeigt, die besonders sehenswert ist. So machen wir es mit der Weiterfahrt nach Savonlinna. Wir fahren nicht auf der breiten 6, sondern auf der schmalen Landstraße, die diesmal durchgehend geteert war. Schön ist es dabei die unverstellte finnische Landschaft mit ihren Seen und Wäldern zu sehen.

In Savonlinna bestaunen wir zunächst die Burg Olavinlinna (Olofsburg).
Unser DuMont Reise-Handbuch beschreibt sie als die schönste Burg Finnlands, wenn nicht sogar Skandinaviens! Wenn das nichts ist!
Wir lassen uns das nicht entgehen und nehmen uns für die Besichtigung Zeit.
Etwas außerhalb dann ein wunderschöner leerer Campingplatz. Man merkt, dass die Saison zum Ende kommt.
Am nächsten Morgen dann eine Morgensauna mit Bad im See – wunderbar.

13. Tag: Kulturfahrt zu den Sehenswürdigkeiten Südkareliens (203 km)

Nach besagter Morgensauna geht es gestärkt zunächst nach Kerimäki zur weltgrößten Holzkirche. Wie vor 50 Jahren staune ich immer noch darüber, welch gigantische Ausmaße diese Kirche hat.
Als Anektode gilt, dass die Bauern die in Fuß angegebenen Maße in Meter verstanden hätten. Wohl eher gilt der Anspruch des damaligen Pfarrers, dass er mehr als die Hälfte seiner Gemeindeglieder gleichzeitig im Gottesdienst versammelt haben wollte. Das waren noch Zeiten!
Weiter geht es dann über die berühmte bewaldete Kiesmoräne (an der schmalsten Stelle nur 5 m breit) Punkaharju. Schon die russischen Zaren hatten 1843 den Höhenrücken als „Park der Krone“ erklärt.

Nun führt uns der Weg noch direkt an die russische Grenze, so nah verläuft die 6. Wir staunen, dass diese grüne Grenze mit Kameras und Lichtschranken ausgestattet ist.
Der angefahren Stellplatz in Imatra war schon geschlossen, so dass wir weitergefahren sind nach Lappeenranta.

Ein Ausflug in die Geschichte: die alte Idee, das finnische Saima-Seengebiet mit der Ostsee zu verbinden, wurde am Tag der Thronbesteigung Zar Alexanders II verwirklicht. Der 58 km lange Saima-Kanal mündet bei Wyborg in den Finnischen Meerbusen. Wir überqueren den Kanal kurz vor Lappeenranta.
Dort fahren wir mit den Rädern am Spätnachmittag noch in die Stadt, durch die Festung, die von den Russen erbaut wurde. Überhaupt spürt man jetzt den russischen Einfluß gewaltig. Aber auch auf dem nicht sehr schön gelegenen Campingplatz waren überwiegend Russen anzutreffen. – Sonnenuntergang am See

14. Tag: In die südöstlichste Ecke Finnlands (144 km)

Nochmals geht es auf Nebenstraßen diesmal an die Ostsee. Leider hat sich das Wetter etwas verschlechtert. In Hamina finden wir einen Wald-Camping, der überwiegend von Dauercampern belegt ist.

15. Tag: In die Hauptstadt (148 km)

Nach einer Regennacht – Fedor sieht jetzt wieder frisch gewaschen aus – haben wir beschlossen, keinen weiteren Camp am Finnischen Meerbusen anzufahren, sondern gleich nach Helsinki auf der Autobahn in zwei Stunden zu fahren. Der Himmel hat sich dann auch aufgetan und wir haben bestes Wetter.

Helsinki einziger Campingplatz (ca. 15 km außerhalb, östlich gelegen) Rastila Camping hat uns von der Lage (nur 300 m zur Metro), dem Preis (pro Nacht 20 €) und der Ausstattung angenehm überrascht.
Am Nachmittag erste Erkundung der Gegend mit dem Rad. Doch in die City (Keskusta auf finnisch) zu fahren, war uns zu weit.

16. Finnland-Tag – Sonntag 25. August – 60. Tag unserer Fahrt

Mit einem Zweitages-Ticket (12 €) sind wir dann am Sonntag ins Zentrum gefahren, um per Fuß und mit den zahlreichen Straßenbahn die wichtigsten Stationen zu besuchen: Bahnhof, Senatsplatz mit der Domkirche, die russische Uspenski-Kathedrale und natürlich den Markt am Hafen. Dazu Sonne pur und viele Touristen (besonders aus Asien), die vermutlich alle von Kreuzfahrtschiffen stammten.

17. Tag: zweiter Tag

Diesmal das Stadt-Museum und die Alte Markthalle besucht und ganz zufällig einen äußerst preiswerten Mittags Tisch Ravintola Kaupungintalo im Stadthaus (Rathaus) Sofiankatu 1 gefunden, wo wir als Senioren um 8,80 € besten Lunch hatten – einziges Manko: es waren sehr viel Einheimische, die alle diesen Ort zum Essen kannten.
Nachmittags haben wir ein getrennte Programm unternommen: Gerlinde machte eine Schiffsrundfahrt und Fedor stürzte sich ins Shopping – habe mit dem größten Kaufhaus Stockmann begonnen; das KdW in Berlin ist dagegen bescheiden .

Nach längerem Hin und Her, wie wir unsere Rückfahrt gestalten wollen, haben wir uns auf eine Überfahrten mit der Viking Route von Helsinki nach Tallinn entschlossen, und werden über die Baltischen Staaten unsere Nordlandfahrt-2019 abschließen.

Ins Baltikum mit Viking Line

Da wir in Helsinki ja in Stadtnähe unseren Stellplatz hatten, war die Fahrt zum Viking-Line-Terminal trotz morgendlichem Berufsverkehr problemlos. Die Fähre hatte ich zwei Tage zuvor im Internet gebucht (153 €). Bei strahlendem Sonnenschein vergingen die zweieinhalb Stunden (mit einer Mittagsjause) wie „im Flug“ (das ist hier wohl der falsche Begriff!)
Bei der Einfahrt in Terminal 1 in Tallinn lag neben uns die „Mein Schiff 4“, die gerade von St. Petersburg kam und am Abend weiter nach Stockholm wollte.
Wenn dieses Schiff seine 4.000 Kreuzfahrer ausspuckt, dann ist natürlich in der Altstadt etwas los. Und genau so war es dann auch. Wir stolperten von einer Sightseeing-Gruppe in die nächste.

Natürlich hat sich seit unserem Besuch vor 8 Jahren um die Altstadt herum viel verändert mit Neubauten. Da wir damals die orthodoxe Aleksander Nevsky Kathedrale eingerüstet war und nicht besichtigt werden konnte, war diesmal unser erster Weg direkt dorthin. – Jeder, der in der Kirche ein Smartphone zum Fotografieren zückte, wurde vom Wärter sofort auf die Schulter geklopft. Der Mann hatte viel zu tun.

Am Nachmittag fuhren wir dann wieder den Stellplatz am Olympiahafen an – wie damals. Auch hier sind wieder die baulichen Veränderungen seitdem spürbar.

2. Tag: Durch Estland an die Ostseeküste (139 km)

Die Via Baltikum beginnt in Tallinn mit der Pärnu mnt und ihr folgten wir durch weitläufiges ländliches Gebiet und waren am Spätvormittag dann schon in Pärnu. Den Konse-Camping kannten wir schon.
Bei wolkenlosem Himmel ging es dann nachmittags an die Ostsee zu einem noch angenehmen Bad. Herrlicher Sandstrand und für die Jahreszeit immer noch viel Badegäste überraschten uns.

3. Tag: Wasch- und Ruhetag

Da unser Wäschevorrat begrenzt ist, hat Gerlinde einen Waschtag eingelegt. Ich nutzte das Sonnenwetter am Vormittag zu einem weiteren Badespaß. Am Nachmittag dann Wolken und eine weitere Radlfahrt in die Stadt.

4. Tag: Riga (190 km)

Die Via Baltikum (A1) hat sich in den letzten acht Jahren in eine bequeme Reisestrecke verwandelt. Es geht überwiegend durch ländliches Gebiet zügig voran.
Schon mittags sind wir wieder auf dem uns bekannten Stellplatz in Rigas Innenstadt. Am Nachmittag ein gemütlicher Stadtbummel. Es ist wohl immer viel los in Lettland Hauptstadt.

5.Tag: Durch Litauen nach Polen (396 km)

Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir Lettland und „brausen“ durch Litauen, um dann kurz nach der polnischen Grenze in Suwalki einen ganz neuen Campingplatz beim Fußball-Stadion zu entdecken.
Dort trainierte die Fußballjugend, der wir gerne zusahen.

6. Tag – Sonntag: Wir überqueren die Weichsel (397 km)

Man merkt es: wir sind in Polen – es wird aggressiv gefahren. Wir müssen uns wieder umgewöhnen. Nach vielen Wochen bei maximal 90 KmH und rücksichtsvollen Skandinaviern werden wir jetzt von Polen an den unmöglichsten Stellen überholt und sie halten sich an keinerlei Geschwindigkeiten.
So fährt Fedor westwärts durch die Masuren auf der 16 und braucht dazu sechs Stunden. Auch hier wurden die Straßen seit unserer letzten Fahrt überwiegend aus EU-Mitteln ausgebaut. Allerdings ist die Beschilderung nach wie vor schlecht, und unser Navi zeigt überall ausgebaute Autobahnen an, wo aber noch halbfertige Brücken und Bagger stehen.
Nachdem wir die Weichsel überquert haben finden wir einen hübschen kleinen Camp direkt an der Deutschorden Burg in Schwetz. Wir sind lange Zeit die einzigen auf dem Platz.

7. Tag: Es drängt uns heimwärts zu den Enkeln (442 km)

Nochmals geht es westwärts auf der 55 und der 10, an Stettin vorbei, um dann endlich wieder auf einer deutschen Autobahn A20 zu fahren.
Wir machen einen familiären Überraschungsbesuch in Blankenese im Müritzer Seengebiet.

8. Tag: Am 70. Tag unserer Fahrt macht Fedor einige Tage Station bei den Enkeln in Potsdam

Nun geht unsere Reise zu Ende. Noch sind längst nicht alle Eindrücken verarbeitet und die Fotos noch nicht gesichtet. Doch wir freuen uns jetzt auf unsere beiden Enkel hier, die uns schon längst erwartet haben.
Wir werden vier Tage bis zum Wochenende bleiben, um dann kurz noch bei unseren Freunden in Ammerndorf eine Nacht zu verbringen. Sie haben uns zu einem ersten Karpfen-Essen in dieser Saison eingeladen. Es war vorzüglich – wir danken euch!

Daher findet Fedor Reisebericht hier vorerst ein Ende.
Wir danken euch, dass ihr uns lesend und kommentierend begleitet habt. In absehbarer Zeit haben wir dann auch die schönsten Bilder hier als Diaschau eingerichtet.
Bleibt uns gewogen …

Fedor mal von oben mit Solarzelle